Pflichtangaben Erdgas

Gegenstand des Geschäfts

Der Netzbetreiber wird Unternehmen unter den in der Verbändevereinbarung vom 04. Juli 2000 beschriebenen Bedingungen den Zugang zu seinem Erdgasverteilungsnetz ermöglichen. Zwischen dem Netzbetreiber und dem Transportkunden wird durch den Netzzugangsvertrag eine maximal nutzbare Stundenleistung in kW sowie eine Transportmenge in kWh vereinbart. Zur Durchführung des Netzzuganges werden Systemdienstleistungen vom Netzbetreiber erbracht. Der Netzbetreiber wird eine vereinbarte Transportkapazität in Höhe dieser vereinbarten maximal nutzbaren Stundenleistung in seinem Verteilungsnetz vorhalten, die der Transportkunde flexibel nutzen kann. Dem Transportkunden wird im Rahmen vorhandener Netzkapazitäten eine Steuerungsdifferenz von zusätzlich 2 Prozent der vereinbarten maximal nutzbaren Stundenleistung zustehen. Zu einer über die vereinbarte maximale Stundenleistung hinausgehende Inanspruchnahme des Netzes wird der Transportkunde nicht berechtigt sein.

Die im Preisblatt veröffentlichten Entgelte beziehen sich ausschließlich auf den Netzzugang zu den vorhandenen Anlagen im Sinne der Verbändevereinbarung. Die Kosten für Erstellung, Betrieb und Instandhaltung des technischen Netzzuganges insbesondere auch der dazugehörigen Mess-, Regelungs- und Übertragungseinrichtungen gehen gemäß Verbändevereinbarung zu Lasten des Transportkunden.

Zusätzliche Dienstleistungen wie z.B. Bilanzausgleich und Qualitätsanpassung können individuell vereinbart werden und sind nicht Bestandteil des Netzzugangsentgeltes.

Entgelte/Brennwerte

Zahlungsbedingungen

Die Abrechnungszyklen für das Netzzugangsentgelt werden individuell im Netzzugangs-vertrag geregelt. Der Transportkunde wird periodische Abschlagszahlungen leisten. Die Höhe der Abschlagszahlungen richtet sich nach der vereinbarten maximalen Stunden-leistung sowie der vereinbarten Jahresmenge und wird im Netzzugangsvertrag vereinbart.

Wirtschaftliche Voraussetzungen des Transportkunden

Netzzugang wird grundsätzlich nur solchen Transportkunden gewährt, die über eine Berufs- und Betriebshaftpflichtversicherung verfügen. Zur Absicherung möglicher aus dem Netzzu- gang resultierender Risiken können vom Netzbetreiber entsprechende Sicherungsleistungen wie z.B. Bankbürgschaften oder Vorauszahlungen verlangt werden. Entsprechendes wird im Netzzugangsvertrag geregelt.

Der Transportkunde wird zudem die zeitgleichheit - bezogen auf die Stunde - von Ein- und Ausspeisung sicherstellen.

Brennwerte

Veröffentlichung des Brennwertes gemäß § 40 Abs. 1 Nr. 7 der GasNZV (Gasnetzzugangsverordnung)

Monatlicher Abrechnungsbrennwert

Oktober 2019 11,302 kWh/Nm³
September 2019 11,305 kWh/Nm³
August 2019 11,350 kWh/Nm³
Juli 2019 11,292 kWh/Nm³
Juni 2019 11,289 kWh/Nm³
Mai 2019 11,352 kWh/Nm³
April 2019 11,372 kWh/Nm³
März 2019 11,265 kWh/Nm³
Februar 2019 11,259 kWh/Nm³
Januar 2019 11,277 kWh/Nm³
Dezember 2018 11,270 kWh/Nm³
November 2018 11,258 kWh/Nm³
Oktober 2018 11,265 kWh/Nm³
September 2018 11,304 kWh/Nm³
August 2018 11,355 kWh/Nm³
Juli 2018 11,297 kWh/Nm³
Juni 2018 11,281 kWh/Nm³

Bedingungen

Rechtliche Rahmenbedingungen des Netzzugangs

Der Netzzugangsvertrag wird zwischen dem Netzbetreiber und dem Transportkunden, einer juristischen Person, geschlossen. Bei neu herzustellenden Anschlüssen und bei gekündigten Anschlussverhältnissen ist ergänzend der Abschluss eines Netzanschlussvertrages zwischen dem Netzbetreiber und dem Netzanschlussnehmer (Eigentümer des erdgasversorgten Grundstücks) notwendig. Ergänzend kann ein Netzend-kundenvertrag zwischen dem Netzbetreiber und dem Erdgaskunden geschlossen werden.

Technische Voraussetzungen des Transportkunden

Für die korrekte Abwicklung und Abrechnung des Netzzuganges sind die entsprechenden technischen Voraussetzungen zu schaffen, um die ein- bzw. ausgespeiste Erdgasmenge bezogen auf die Stunde zu messen und zu registrieren. Deshalb können Transportkunden nur für die Belieferung von Erdgaskunden, die über eine geeignete Leistungsmessung mit Datenfernübertragung verfügen, Netzzugang begehren. 
Es gelten die "Technischen Rahmenbedingungen" des Netzbetreibers in der jeweils gültigen Fassung.

Engpassmanagement

Beim Wechsel eines Endverbrauchers zu einem neuen Lieferanten wird bei der Verteilung von Netzkapazitäten gegenüber dem Kunden bzw. dem neuen Lieferanten eine entsprechende Kapazität im Endverteilernetz oder eine dem Endkunden zuordnende Kapazität in einer Stichleitung zu diesem Kunden vorrangig zur Deckung des durch den Lieferantenwechsel entstehenden Kapazitätsbedarfs des Endkunden zur Verfügung gestellt.

Liegt ein Engpass von Transportkapazitäten im Endverteilungsnetz vor, wird der Netzbetreiber die Allokation der knappen Kapazitäten nach dem Grundsatz "first committed - first served" vornehmen. Unterscheiden sich die Netzzugangsanfragen hinsichtlich der nachgefragten Leistungen wird der Netzbetreiber mit den Interessenten parallel über die Konditionen zur Erbringung der Leistungen verhandeln und dem Bewerber mit dem aus Sicht des Netzbetreibers wirtschaftlich günstigsten Angebot innerhalb einer angemessenen Frist den Zuschlag erteilen.

Pflichten des Transportkunden

Der Transportkunde wird auf eigene Kosten sicherstellen, dass den stündlich ausgespeisten Mengen wärmeäquivalent und zeitgleich entsprechende Einspeisemengen gegenüberstehen.

Der Transportkunde wird verpflichtet sein, an den Einspeisestellen systemkompatibles Gas für den Transport anzustellen, das die in der Anlage "Kompatibilität" der Verbändevereinbarung festgelegten Anforderungen erfüllt. Des weiteren wird der Transportkunde nach Maßgabe der Anforderungen des Netzbetreibers sicherstellen, dass durch das eingespeiste Gas keine bestehenden anderweitigen vertraglichen Verpflichtungen bei anderen Erdgaskunden verletzt werden. 

Der Transportkunde wird dafür sorgen, dass ein ständig erreichbarer Ansprechpartner benannt wird, der über die erforderlichen Fähigkeiten und Kompetenzen verfügt. 

Der Transportkunde wird die finanziellen Verpflichtungen übernehmen, die sich im Zusammenhang mit dem Netzzugang z. B. durch Planung, Bau und Betrieb neuer Übernahmestationen oder Leitungen, durch Änderungsmaßnahmen an bestehenden Übernahmestationen oder Leitungen, durch Installation und Wartung neuer Messgeräte o.ä. ergeben. 

Weitere Pflichten können im Netzzugangsvertrag vereinbart werden.

Hier finden Sie ein Formular für die Standardtransportanfrage zum downloaden im PDF-Format.

Dokumente herunterladen

Netzbeschreibung/Netzdaten

1. Netzkopplungspunkte

Gemäß § 20 der GasNZV finden Sie hier die Auflistung der Netzkopplungspunkte zum vorgelagerten Netzbetreiber:

Vorgelagerter NetzbetreiberNetzkopplungspunkteGasbeschaffenheit
Open Grid RegionalSchwarzenbach/S.
Schlachthofstraße 11
H-Gas
 Weißdorf
Wulmersreuth
H-Gas
 Lamitzmühle
Lamitzgrund
H-Gas
 Förbau
Seulbitzer Straße
H-Gas

2. Gasbeschaffenheit

Gasanalyse des von der EMS GmbH & Co. KG vertriebenen H-Gases

BezeichnungFormelEinheitDurchschnittswert
KohlendioxidCO2Mol-%0,12
StickstoffN2Mol-%0,84
MethanCH4Mol-%97,50
EthanC2H6Mol-%1,06
PropanC3H8Mol-%0,34
ButanC4H10Mol-%0,11
PentanC5H12Mol-%0,02
Hexan + höhere KWC6H14 +Mol-%< 0,01
    
Brennwert (ändert sich
monatlich)
H s,nkWh/m³01.09.2019
11,305
Heizwert ca.H i,nkWh/m³10,044
Wobbezahl obereW s,nkWh/m³14,751
Wobbezahl untereW i,nkWh/m³13,300
LuftbedarfL minm³/m³9,646
SauerstoffbedarfO2 minm³/m³0,2025
Dichterho, nkg/m³0,7372
Relative Dichtedv (Luft = 1)---0,570
Methanzahl  92
CO2-Emissionsfaktor T/GJ0,0552

3. Strukturmerkmale

Länge des Gasleitungsnetzes
Hochdrucknetz:3 km
Mitteldrucknetz:28 km
Niederdrucknetz:62 km
Gesamtlänge:93 km
Länge des Hochdrucknetzes:
HD > DN 350:0 km
HD < DN 350:3 km
Entnommene Jahresarbeit:5,5 Mio. Nm³
Gesamtentnahme: 
Anzahl der Ausspeisepunkte:
Ausspeisung Hochdruck:0 Stück
Ausspeisung Mitteldruck:3 Stück
Ausspeisung Niederdruck:1.698 Stück
Gesamt:1.701Stück
Jahreshöchstlast:
Zeitgl. Jahreshöchstlast:2.283 Nm³/h
Zeitpunkt (Tag):05.02.2012
Zeitpunkt (Uhrzeit):09:00 Uhr

4. Instandhaltung

Gemäß § 20 (1) lit. 7 Gasnetzzugangsverordnung (GasNZV) sind Gasnetzbetreiber verpflichtet, einen Zeitplan über vorgesehene kapazitätsrelevante Instandhaltungsarbeiten am Gasverteilernetz sowie Informationen über Änderungen zu veröffentlichen.

Während des Jahres 2013 sind bei den Stadtwerken Schwarzenbach keine kapazitätsrelevanten Arbeiten geplant.

5. Netzgebiet Schwarzenbach

Die Stadtwerke Schwarzenbach/S. sind der örtliche Verteilernetzbetreiber. Sie versorgen das Stadtgebiet von Schwarzenbach a. d. Saale und die Ortsteile Martinlamitz, Förbau und Stobersreuth, ebenso die Orte Bug, Seulbitz, Weißdorf und Wulmersreuth mit Erdgas.

Zum vorgelagerten Netzbetreiber der OGR Open Grid Regional bestehen vier Netzkopplungspunkte in Schwarzenbach/S., Lamitzmühle, Förbau und Weißdorf.

Grundversorgung

Die Energieversorgung Münchberg - Schwarzenbach/Saale (EMS) GmbH & Co. KG beliefert derzeit die meisten Haushaltskunden im Netzgebiet mit Erdgas. Gemäß § 36 (2) EnWG ist daher festzustellen, dass die Energieversorgung Münchberg-Schwarzenbach/Saale (EMS) GmbH & Co. KG somit als Grundversorger im Sinne des § 36 (1) EnWG ist. (Stand 01.07.2009).

Die Allgemeinen Preise für die Versorgung im Niederdruck sind im Preisblatt unter Vertrieb Allgemeine Tarife veröffentlicht.

Gesetzliche Grundlagen

Das neue Energiewirtschaftsgesetz räumt der Öffentlichkeit umfangreiche Infor-mationsrechte ein. Dem kommen wir gern nach und bieten hier die Möglichkeit zum Download der entsprechenden gesetzlichen Grundlagen.

Lieferantenrahmenvertrag

Lieferanten-Rahmenvertrag zur Netznutzung sowie zur Belieferung von Kunden im Netz des Verteilnetzbetreibers (VNB) mit elektrischer Energie 

Ab dem 1. Oktober 2010 bieten wir unseren Netznutzern an, die Datenmeldungen in den Prozessen Zählerstands-/Zählwertübermittlung, Stammdatenänderung und Netznutzungsabrechnung in anderen als von der Bundesnetzagentur in den Ziffern 1 und 3 des GPKE-Beschlusses vorgesehenen Formaten von uns zu erhalten. Sie haben die Möglichkeit, im Rahmen der Geschäftsprozesse Zählerstand-/Zählwertübermittlung und Stammdatenänderung anstelle der gemäß GeLi vorgegebenen Datenformate die Zählerstände für Ihre Kunden bzw. Änderungen der Stammdaten Ihrer Kunden per Email als Excel-Datei in den nach GeLi geltenden Fristen übermittelt zu bekommen. Ferner bieten wir Ihnen an, die Netznutzungsabrechnung anstatt im INVOICE-Format in Papierform zu übersenden und als Bestätigungsmeldung eine Bestätigung Ihrerseits per Email anstelle von INVOICE- bzw. REMADV-Meldungen zu akzeptieren.

Sollten Sie von diesem Angebot Gebrauch machen wollen, bitten wir Sie um eine kurze Mitteilung, damit wir Ihnen die entsprechende Vereinbarung übersenden können. Nach ihrer Unterzeichnung wird diese Vereinbarung zum Bestandteil des Lieferantenrahmenvertrages. Andernfalls verbleibt es beim Datenaustausch auf Basis des EDIFACT-Standards gemäß den Ziffern 1, 3 des GPKE-Beschlusses.